Sabine de Günther History of Art & Dress

Sabine de Günther is an art and dress historian with an interdisciplinary approach and a focus on the methodology of dress studies. She examines dress and textiles, not just in terms of their aesthetic appearance but rather as markers of identity. Her most recent research project explored a collection of paintings from the “Lipperheide Costume Library – Fashion Image Collection”, Staatliche Museen zu Berlin, which earned her a PhD in Art History. She has a strong interest in Digital Art History, its methodologies and theories, digital research tools and all matters related to digital collections.

Sabine de Günther studied History of Art, Romance languages and Media Studies in Marburg, London and Venice. After obtaining her Master’s degree, she gained practical experience in museums, which included working as part of a European collection indexing project for poster art. In conjunction with the indexing projects “Fashion Photography” and “Fashion in the cartoon” she began focusing more on costume and clothing studies. She worked on the project “Indexing collections” at the Cluster of Excellency “Image Knowledge Gestaltung” at Humboldt University, Berlin. Her PhD-topic “Bildkosmos der Moden: Die Gemäldesammlung des Franz von Lipperheide. Genese – Kontext – Ausgewählte Werke” is continued in her current research.

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Kleiderwirklichkeit und Bildfindungen im 19. Jahrhundert. Ihre Nachnutzung und Transformation im musealen Kontext

  • Sabine de Günther
  • Thekla Weissengruber
— Hrsg. netzwerk mode textil, in: Jahrbuch nmt 2020, S. 7-17, 2021

Ausgehend von den beiden Illustrationen zur Bekleidung eines Oberösterreichischen Bauern und einer Bauersfrau aus der Bauernkriegszeit, deren materielle und visuelle Quellen des Grafikers Alois Greil hier rekonstruiert werden konnten, entwickelte sich ein Bildbeleg für die Beständigkeit einmal formulierter Bildideen ländlicher Trachten. Aufbauend darauf unterstützte diese Visualisierung von Wissenssystemen die ganz dem Geist der rezipierenden und erneuernden Praxis der Tracht verpflichtete Tätigkeit des Volkskundlers Franz C. Lipp und bildete die Basis eines vestimentären Weiterlebens in rekonstruierten Museumsfigurinen, Kostümen und Vereinskleidungen. Die ausgewählten Bilder verdeutlichen den kommunikativen Prozess, durch den sich Erinnerungskultur, Identität und Tradition formiert. Methodisch ergab sich eine Kombination aus bildanalytischen und empirischen Verfahren von kunsthistorischem und volkskundlichem Blickwinkel, wobei die Praxis Franz von Lipperheides und August von Heydens, stellvertretend für die Kostümforschung des 19. Jahrhunderts, und ihr Nachwirken herausgearbeitet werden konnte. Als Forschungsergebnis ergab sich der Fakt, dass hier wesentlich mehr zeittypische Wertschöpfung mitwirkt als postuliert wurde.

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